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Die Deutsche Film- und Medienbewertung empfiehlt:

National Bird

Dokumentation von Sonia Kennebeck

 

Filminfos, Trailer und Kinoprogramm zu National BirdPrädikat besonders wertvollDrohnen. Sie sind die Waffe der modernen Kriegsführung. Lautlos kreisen die kleinen unbemannten Flugzeuge über Objekten und Menschen, immer bereit, auch auf ausspionierte Ziele zu schießen. Gesteuert werden sie aus der Ferne, weit weg vom Kriegsgebiet selbst. Um differenzieren zu können, auf was genau zu schießen ist, gibt es Bildanalysten, die tausende Kilometer entfernt das erfasste Material sichten und darauf trainiert werden, in Sekundenschnelle zu entscheiden, ob geschossen werden soll. Auch Heather war eine Bildanalystin. Doch sie konnte ihren Job nach einiger Zeit nicht mehr ausüben. Das US-Militär versagte ihr jedwede Hilfe, glaubte nicht daran, dass ihr Job tatsächlich eine psychische Belastung darstellen könnte. Heute ist Heather Massagetherapeutin.

Sie ist eine der Protagonisten in NATIONAL BIRD, dem Dokumentarfilm von Sonia Kennebeck. Kennebeck begleitet Heather in ihrem Leben nach dem Militärdienst. In eindringlichen Statements, die Kennebeck ganz unkommentiert stehen lässt, berichtet Heather von dem psychischen Druck, dem sie ausgesetzt war und für den sie nun Entschädigung und Anerkennung fordert. Auch Nathan will gehört werden. Doch ist er in einer anderen Situation. Als Analyst für ein Spezialprogramm der NSA und der US-Regierung war er unter anderem an der Erfassung Bin Ladens beteiligt. Mittlerweile ist Nathan ein Verfolgter. Denn als er das erste Mal Zweifel an seiner Tätigkeit äußerte, brachte er die Regierung gegen sich. Nun wird gegen ihn wegen Spionage ermittelt und er muss sich verstecken. Auf beeindruckende Weise öffnen sich die Protagonisten, trotz der steten Bedrohung, im Film ganz offen und zeigen so großes Vertrauen zur Filmemacherin. Dieses Vertrauen zeigt sich auch in der berührendsten und kraftvollsten Passage des Films. Gemeinsam mit der Veteranin Karen reist Kennebeck nach Afghanistan.

Filminfos, Trailer und Kinoprogramm zu National Bird

Dort treffen sie auf Menschen, die insgesamt 23 Familienmitglieder verloren haben, als im Jahr 2014 Drohnen einen Konvoi von drei Lastwagen angriffen, in dem Zivilisten unterwegs waren, darunter auch Frauen und Kinder. Als erzählerisches Mittel lässt Kennebeck den Angriff der Drohnen nachstellen, während auf der Tonebene das originale Transkript der Soldaten, die über den Angriff entschieden, zu hören ist. Danach erzählen die Opfer. Sie berichten über ihr Leid und stellen die Forderung nach einer Beendigung des Programms. Gerade hier überzeugt NATIONAL BIRD durch seine ruhige Sachlichkeit, die dennoch mit einer eindringlichen Botschaft unter die Haut geht. Zwischen die Aussagen der Protagonisten sind Luftaufnahmen von Drohnen geschnitten, die über typische Vorstädte, Metropolen und andere bewohnte Gebiete der USA fliegen. Mit solchen Bildern, die eine gespenstische Bedrohung viel klarer machen als lange Interviews mit Experten, schafft der Film eine Atmosphäre, die noch lange nachhallt. NATIONAL BIRD ist eine spannende Dokumentation, die vom Mut der Protagonisten und seiner Regisseurin lebt. Und ein Film, der auf eine globale Gefahr hinweist, die bereits jetzt lautlos über uns schwebt.

Filmverleiher: NFP

Deutsche Filmbewertung und Medienbewertung FBW

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