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Die Deutsche Film- und Medienbewertung empfiehlt:

Silence

Historiendrama von Martin Scorsese

 

Filminfos, Trailer und Kinoprogramm zu SilencePrädikat besonders wertvollJapan, 1638. Die Jesuitenpriester Rodrigues und Garpe reisen aus Portugal an, um einen Mann zu suchen: den „abtrünnigen“ Pater Ferreira. Er soll seinem Glauben abgeschworen haben, soll sich dem Druck der japanischen Inquisitoren gebeugt haben, die das Christentum aus dem Land verbannen wollen. Doch Rodrigues und Garpe glauben fest an Ferreira und trauen den Gerüchten nicht. Tatsächlich finden sie in Japan gläubige Christen, die sich im Untergrund versteckt halten, um nicht eingesperrt, gefoltert und getötet zu werden. Dennoch sind sie nicht bereit, ihren Glauben zu verraten. Doch genau das ist das Ziel der Inquisitoren – die bald auch Rodrigues und Garpe dazu zwingen wollen, ihrem Gott abzuschwören.

Seit den späten 1980er Jahren hat Martin Scorsese an einem Drehbuch für SILENCE gearbeitet. Und man spürt in jeder der atmosphärisch dichten Szenen des Films, der auf dem gleichnamigen Erfolgsroman des japanischen Autors Endo basiert, wie sehr sich Scorsese mit dem Thema des Films nicht nur beschäftigt, sondern in seiner Komplexität und Ambivalenz auch identifiziert. In 161 Minuten wird der Zuschauer Zeuge eines quälenden Gewissenskampfes, den die Priester ausfechten müssen. Hin- und hergerissen zwischen ihrer "von Gott gesendeten" Aufgabe und der puren existenziellen Angst – um das Leben der Gläubigen und die eigene Sicherheit.

Filminfos, Trailer und Kinoprogramm zu Silence

Glaubhaft wird dies von den Darstellern verkörpert. Liam Neeson als "Abtrünniger", durch dessen Augen wir gleich zu Beginn Zeuge der Unterdrückung werden; Adam Driver als bis zuletzt aufopfernder Priester; und Andrew Garfield als Rodrigues, der von den Japanern gezwungen wird, alle Foltermaßnahmen mitzuerleben. Authentisch verkörpert Garfield die Qualen des Priesters, der sich von seinem Gott mehr und mehr allein gelassen fühlt und sich selbst die Frage stellen muss: Was wiegt schwerer? Der Verrat des Glaubens oder die Akzeptanz des Todes vieler Unschuldiger? Scorsese verzichtet auf einen Score. Doch das Gemisch aus Naturklängen, den rhythmischen Gebeten und den flehenden Lauten der Menschen ergibt ein unglaublich dichtes Soundgefüge und erzeugt eine Dramatik, die keine Musik braucht. Die mit Präzision komponierten Bilder sind erfüllt vom Nebel, der sich nicht lichten will und lassen so eine akute Bedrohung erahnen, die den Zuschauer packt. Zwar erzählt Scorsese mit SILENCE die wahre Geschichte der verfolgten Jesuiten in Japan. Doch er erzählt darüber hinaus über den Anspruch jeder Religion, die einzig Richtige sein zu wollen. Über die Entscheidung, den Glauben über den Menschen zu stellen. Und den Kampf jedes einzelnen Menschen mit sich selbst. Mit SILENCE ist Martin Scorsese ein Film gelungen, dessen filmischem Sog man sich nicht entziehen kann. Anspruchsvolles und komplexes Kino, das zu Diskussionen anregt.

Filmverleiher: Concorde

Deutsche Filmbewertung und Medienbewertung FBW

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